Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch

News 2024

Gewalt gegen Polizist*innen: DGB-Initiative beim europäischen Polizeikongress.

Polizeikongress Berlin

© #sicherimDienst

Vom 16. bis 17. April 2024 fand in Berlin der europäische Polizeikongress statt. Auf einer der größten Fachkonferenzen zur inneren Sicherheit in der Europäischen Union präsentierten sich neben Polizeigewerkschaften, hier vor allem die GdP, verschiedene Unternehmen aus IT, Rüstung und Überwachungs- und Sicherheitstechnik.

Fokusthema des Kongresses war unter anderem die steigende Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Elke Hannack, stellvertretende Vorsitzende des DGB, stellte in diesem Rahmen die Initiative „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“ vor: „Wir nehmen Gewalt gegen Beschäftigte im Dienst der Gesellschaft schon lange als Problem wahr. Egal ob bei der Polizei, auf Ämtern, in Krankenhäusern oder den Verkehrsbetrieben – Respektlosigkeiten und Schlimmeres sind inzwischen an der Tagesordnung.“ 

DGB Statistik zeigt: Gewalt gegen Polizistinnen nimmt zu.

Erst im April kam die aktuelle polizeiliche Kriminalstatistik zu dem Ergebnis: Gewalt gegen Beamti*nnen der Polizei nimmt zu. Im Vergleich zum Vorjahr stieg 2023 die Anzahl der Delikte um 10 % auf 106.296 Opfer. 

Elke Hannack ging hier auf das größte Problem ein: Beleidigungen, Bedrohungen und Gewalterfahrungen gehören mittlerweile zum Arbeitsalltag der Beschäftigten. Thematisiert wird dies aber nur in extremen Situationen, wie nach starken Ausschreitungen oder Tötungsdelikten. 

Seit 2020 widmet sich der DGB bereits dem Problem und trägt das Thema in die Öffentlichkeit, Dienststellen und die Politik. Denn klar ist: Die Gewalt hört nicht von alleine auf.

„Wir wollen zum einen die breite Öffentlichkeit für dieses Problem sensibilisieren. Denn Übergriffe und Respektlosigkeiten geschehen nicht nur an Silvester, sondern jeden Tag. Jede Person, die im Alltag mit Beschäftigten im Dienst der Gesellschaft zu tun hat, muss daran erinnert werden, dass hier Menschen im Einsatz sind, die mit Respekt zu behandeln sind.“

Elke Hannack, stellvertretende Vorsitzende des DGB

Ein starkes Bündnis: Unternehmen und Organisationen können mitmachen.

Kern der Initiative sind Bündnisse und Kooperationen. Das Ziel ist, gemeinsam Flagge zu zeigen. 
So sorgen verschiedene regionale und überregionale Verkehrsunternehmen für Sichtbarkeit der Initiative; in Kommunen findet das Thema im Rahmen von Ausstellungen und Sicherheitskonzepten Gehör. Betriebs- und Dienstvereinbarungen zum Schutz von Beschäftigten entstehen deutschlandweit.

Außerdem wird seit 2023 mit dem WEISSEN RING zusammengearbeitet und eine gemeinsame Beratungshotline für Betroffene angeboten. 

Elke Hannack betonte die Wichtigkeit der Initiative. „Präsent sein, um zum Nachdenken und im besten Fall zum Umdenken anzuregen. Je mehr die Gesellschaft die Thematik als ihr Problem wahrnimmt, desto eher können wir die aufgezeigte Entwicklung stoppen“.

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