Am 29. Juni 2026 wurden bei einem Hilfeplangespräch in einer Mutter-Kind-Wohngruppe in Stade sechs Menschen erschossen – Mitarbeitende des Jugendamts der Region Hannover sowie der Jugendhilfeeinrichtung selbst.

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Der Fall macht auf schreckliche Weise sichtbar, was Sozialarbeiter*innen und Beschäftigte in Jugendämtern und der Jugendhilfe schon lange berichten: Verbale Angriffe und Bedrohungen gehören für viele längst zum Arbeitsalltag. Wer in hoch emotionalisierten Situationen vermittelt, wird dabei häufig selbst zur Zielscheibe – ausgerechnet Menschen, die sich um einige der verletzlichsten Mitglieder unserer Gesellschaft kümmern: Kinder und Familien in Krisen.
Für die DGB-Initative "Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch" ist klar: Auch in der sozialen Arbeit braucht es endlich flächendeckenden Schutz. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert konkret: Deeskalationstrainings, Doppelbesetzungen bei kritischen Terminen, bauliche Sicherheitsmaßnahmen und stille Alarmsysteme.
Beschäftigte, die sich um andere kümmern, dürfen dabei nicht allein gelassen werden. Mehr zu unseren Forderungen finden sich hier.
Portrait
In unserem Porträt berichtet Hilal, Sachbearbeiterin in der Wohngeldstelle, von ihrer Gewalterfahrung im Dienst.