Deutscher Gewerkschaftsbund

Fragen & Antworten zu den digitalen Workshops #TeamMensch

 

Erfahren Sie mehr über die Hintergründe unserer Initiative „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“ und wie Sie an unseren digitalen Workshops #TeamMensch teilnehmen können.

  • 1. Was ist die Initiative „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“?

    Immer wieder werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst und im privatisierten Dienstleistungssektor bei ihrer Arbeit bedroht, beleidigt und auch körperlich angegriffen. Es gibt kaum eine Berufsgruppe, die nicht betroffen wäre: Im Polizeidienst, auf Ordnungs- und Sozialämtern, in Jobcentern, aber auch in Schulen, Krankenhäusern, in Bussen und Bahnen ist der Ton rauer geworden.

    Dieses gravierende Problem in die Öffentlichkeit, die Dienststellen und in die Politik zu tragen, ist das Ziel des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften. Mit der breit angelegten Initiative „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“ machen wir deutlich, was die Beschäftigten des öffentlichen und privatisierten Sektors täglich für die Gesellschaft leisten – und was sie im Gegenzug erfahren.

  • 2. Warum ist die Initiative überhaupt nötig?

    Geht man nach der Polizeilichen Kriminalstatistik, leben wir heute in der sichersten Bundesrepublik seit Langem. In absoluten Zahlen nimmt die Kriminalität ab, langsam, aber stetig. Gleichzeitig steigt der Anteil an Beleidigungen und Gewaltdelikten gegenüber Beschäftigten im öffentlichen und privatisierten Sektor – sichtbares Zeichen für etwas, das man Verrohung der Gesellschaft nennen kann.

    Im Jahr 2019 wurde erneut eine Rekordzahl von Polizistinnen und Polizisten Opfer einer Gewalttat, auch die Zahl der Angriffe auf Beschäftigte bei der Bahn hat sich in wenigen Jahren fast verdreifacht. Gegenüber Beschäftigten aus Feuerwehr, Rettungskräften, dem Zoll, dem öffentlichen Nahverkehr oder in Krankenhäusern nehmen Übergriffe ebenfalls zu. Immer häufiger werden diejenigen zum Ziel von Beleidigungen, Drohungen und tätlichen Angriffen, deren Arbeit uns allen zugutekommt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage im Auftrag des DGB. Mehr dazu unter www.dgb.de/mensch.

  • 3. Was ist im Rahmen der Initiative geplant, was ist bisher passiert?

    Am Anfang stand eine Studie, die wir in Auftrag gegeben haben, um aktuelle Zahlen zum Ausmaß des Problems zu erhalten. Die Ergebnisse waren erschreckend und haben uns veranlasst, auf breiter Front an die Öffentlichkeit zu gehen. Anfang 2020 zeigten wir in 22 Städten und auf hunderten Großplakaten echte Beschäftigte, die ihre Gewalterfahrungen drastisch auf den Punkt bringen: „Ich fahre dich im Bus nachhause – Und du verprügelst mich?“ In den Sozialen Medien sind wir dauerpräsent, machen besonders zu kritischen Anlässen wie Karneval auf das Thema aufmerksam. Auch auf Veranstaltungen, in Broschüren und mit weiteren Materialien bringen wir es ins Gespräch.

    Weniger sichtbar, aber genauso wichtig: Natürlich sind wir auch im gezielten Austausch mit der Politik, um sichere Arbeitsbedingungen, mehr Schulungen und eine bessere Betreuung von Opfern einzufordern.

    Kommunen, Beschäftigte und Gewerkschaftsgliederungen sorgen zudem eigenständig für Aktionen, schreiben Artikel und führen eigene Veranstaltungen durch, um sich hinter unsere Forderungen zu stellen. An diese Zielgruppen richten sich auch unsere digitalen Workshops der Reihe #TeamMensch zu Prävention, Selbstschutz und Nachsorge; für Personal- und Betriebsräte konzipieren wir daneben auch Vor-Ort-Veranstaltungen zu Schulungszwecken. 

  • 4. Warum digitale Workshops?

    Mit digitalen Workshops können wir örtlich flexibel viele Interessierte für das Thema sensibilisieren und mit ihnen in den Austausch treten. Zudem können sie nahezu unabhängig von Auflagen zum Infektionsschutz durchgeführt werden.

  • 5. Wer kann teilnehmen?

    Die Workshops richten sich vorranging an Personal- und Betriebsräte sowie Führungskräfte, aber auch an interessierte Beschäftigte und natürlich an Betroffene.

  • 6. Was kostet die Teilnahme?

    Nichts! Die Teilnahme am Workshop ist kostenfrei. Allerdings ist die Anzahl der TeilnehmerInnen begrenzt. Eine frühzeitige Anmeldung ist daher zu empfehlen.

  • 7. Wie lange dauert ein Workshop?

    Für einen Workshop sollten Sie 90-120 Minuten einplanen.

    Wir beginnen mit einer kurzen Einführung und geben dann unseren Expertinnen und Experten das Wort, die das jeweilige Thema vorstellen. Danach gibt es viel Zeit, um Fragen zu stellen und zu diskutieren.

  • 8. Wie kann ich eine persönliche Frage stellen?

    Gerne können Sie Ihre Frage(n) zum Workshop-Thema, die Sie bereits vorab haben, bis 24 Stunden vor Beginn desselben an mensch@dgb.de schicken. Wir versuchen sie dann in der Fragerunde am Ende des Workshops zu berücksichtigen.

    Auch bis 24 Stunden nach dem Workshop sammeln wir noch Fragen und bündeln diese. Die Antworten unserer Expertinnen und Experten auf die häufigsten Fragen werden nach dem Workshop anonymisiert unter www.dgb.de/mensch veröffentlicht.

  • 9. Was benötige ich, um teilzunehmen?

    Plattform: Die Workshops werden über die Plattform GoToMeeting durchgeführt.

    Hardware: Sie benötigen ein Laptop/Computer/Tablet, eine Internetverbindung und eine E-Mail-Adresse für die kostenfreie und datenschutzgerechte Anmeldung zum Workshop. Es muss keine Software heruntergeladen oder App installiert werden.

    Browser: Wir empfehlen die Verwendung einer aktuellen Version der Browser Google Chrome, Microsoft Edge oder Firefox.

    Hinweise: Es wird die Teilnahme über einen Laptop/Computer empfohlen. Die Teilnahme über ein Smartphone ist ebenfalls möglich genau wie die Einwahl über Telefon. Wenn Sie sich per Video und Audio zuschalten möchten, benötigen Sie zusätzlich ein Mikrofon und eine Webcam.

  • 10. Wie wähle ich mich in den Workshop ein?

    Um an der Veranstaltung teilnehmen zu können, erhalten Sie vor den jeweiligen Workshops eine Email mit allen Einwahlmöglichkeiten zusammen mit einigen technischen Hinweisen.

    Sie haben drei Optionen teilzunehmen.

    1. Sie wählen sich per Telefon ein. Für die Telefoneinwahl erhalten Sie eine Direkteinwahlnummer sowie einen Zugangscode (Veranstaltungs-ID). Wählen Sie sich einfach zu Veranstaltungsbeginn ein.

    2. Klick Sie in der Email auf den enthaltenen Link. Achten Sie auf den ausgewählten Browser. Nun öffnet sich automatisch ein neues Browserfenster, dort werden Sie gefragt, ob Sie die Windows App herunterladen möchten.

    3. Öffnen Sie den Link https://app.gotomeeting.com in einem Browser Ihrer Wahl und geben Sie dort den Zugangscode (Veranstaltungs-ID) ein.

    Möglicherweise fragt Ihr Browser, ob es in Ordnung ist, dass GoToMeeting Ihr Mikrofon und Ihre Kamera verwendet. Um in der Besprechung gesehen und gehört zu werden, müssen Sie dies zulassen.

    Im Anschluss daran tragen Sie Ihren Namen im dafür vorgesehenen Feld ein und wählen die Audio- und Videoeinstellungen aus.

    Wählen Sie „Jetzt teilnehmen“. Im Anschluss gelangen Sie in den Besprechungsraum.

     

    Am Tag der Veranstaltung können Sie sich über diese Möglichkeiten ab 09:30 Uhr in den Veranstaltungsraum einwählen.

    Bereits am Vortag können Sie einen Technik-Check durchführen. Hierfür geben wir rechtzeitig die Zeitslots bekannt.

     

  • 11. Während der Veranstaltung?

    Von 9:30 – 10:00 Uhr wird es ein technisches Warm-Up geben. Wählen Sie sich gerne ein und machen Sie sich mit den Funktionen vertraut!

    Wir bitten Sie, während der Veranstaltung Ihr Mikrofon erst einmal auf stumm zu schalten, da Hintergrundgeräusche die Qualität der Veranstaltung sehr beeinträchtigen.

    Sie können Ihre Fragen, Anmerkungen, Ideen, Meinungen gerne jederzeit in den Chat schreiben.

    Alle Kommentare im Chat werden gesammelt und zu gegebener Zeit beantwortet.

    Während der Veranstaltung wird es die Möglichkeit geben, sich aktiv einzubringen, hier können Sie per Handzeichen Ihren Wortbeitrag anzeigen.

  • 12. Kann ich anonym teilnehmen?

    Wer nicht möchte, muss uns bei der Anmeldung nicht den echten Namen verraten, sondern kann ein Pseudonym wählen. Die E-Mail-Adresse muss allerdings funktionieren, sonst erhalten Sie den Link zum Workshop nicht.

  • 13. Was ist die Netiquette?

    Wir laden alle NutzerInnen dazu ein, sich an unseren Workshop zu beteiligen, Fragen zu stellen und Ihre Meinung einzubringen. Um eine sachliche Diskussion und einen respektvollen Umgang miteinander zu gewährleisten, bitten wir einige Grundregeln zu beachten:

    • In einer Debatte kann es auch mal hitzig zugehen. Auch hier gilt, dass alle TeilnehmerInnen sich so verhalten, wie sie selbst gerne behandelt werden möchten.

    • Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung.

    • Beleidigungen, persönliche Angriffe, sexuelle Anspielungen und sexistische oder rassistische Äußerungen haben in einer sachlichen Debatte (und nicht nur dort) nichts zu suchen und sind in unseren Workshops untersagt.

  • 14. Haben Sie noch Fragen?

    Für organisatorische Fragen oder nähere Informationen zur Initiative „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“, erreichen Sie uns über mensch@dgb.de.


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