Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch

Kooperation mit dem Weissen Ring

Hilfe für Betroffene

Kompetent gegen Gewalt

Wer im Dienst für die Gesellschaft Gewalt erlebt, braucht schnelle und kompetente Unterstützung. In Dienststellen und Betrieben kommt dies noch immer oft zu kurz. Mit unserer Kooperation mit dem WEISSEN RING schließen wir diese Lücke - durch unsere Hilfe-Hotline direkt für Betroffene und durch Angebote zum Aufbau wirksamer Prävention und Nachsorge am Arbeitsplatz.

 

Unter der 0800 116 006 0 können sich Beschäftigte nach Gewalterfahrungen Hilfe holen – bundesweit, kostenfrei und anonym.

Wie bekomme ich Hilfe?

1

telefonische Beratung über die DGB-Hotline des WEISSEN RINGS unter 0800 116 006 0 oder schriftlich per E-Mail an DGB@weisser-ring.de

2

auf Wunsch ein persönlicher Kontakt mit dem WEISSEN RING in Wohnortsnähe

3

konkrete Hilfsangebote: individuelle Unterstützung vor Ort oder Vermittlung an externe Beratungsstellen und Netzwerkpartner

Infos zur Beratung

Was ist der WEISSE RING?

Seit 1976 steht der WEISSE RING e. V. Menschen zur Seite, die unverschuldet Opfer von Gewalt und Kriminalität geworden sind. Der gemeinnützige Verein finanziert seine Arbeit aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden, testamentarischen Zuwendungen und Geldauflagen. Er erhält keine staatlichen Mittel und kann sich so völlig unabhängig für das Wohl und die Belange der Opfer einsetzen.

Welche Hilfe leistet der WEISSE RING für Opfer von Gewalt?

Welche Hilfen benötigt werden und in Frage kommen, wird immer individuell mit den Betroffenen besprochen. Der WEISSE RING kann beispielsweise unterstützen durch:

  • Zuhören und menschlichen Beistand,
  • persönliche Beratung und Betreuung nach einer Straftat,
  • Vermittlung des Zugangs zu juristischem und psychologischem Beistand durch sogenannte Hilfeschecks,
  • Unterstützung bei Terminen bei Polizei oder Gericht,
  • finanzielle Unterstützung in tatbedingten Notlagen,
  • Beratung zu möglichen Entschädigungsansprüchen.

Für wen ist die Hotline?

Über die DGB-Hotline des WEISSEN RINGS unter der Nummer 0800 116 006 0 können sich alle Beschäftigten des öffentlichen und privatisierten Sektors, die selbst Opfer von Gewalt im Dienst wurden, direkt an den WEISSEN RING wenden – bundesweit, kostenfrei und anonym gegenüber dem Arbeitgeber/Dienstherrn.

Was passiert bei einem Anruf bei der Hotline?

Nach einem Gewalterlebnis können sich Betroffene unmittelbar oder auch erst einige Zeit nach dem Erlebten an die DGB-Hotline des WEISSEN RINGS unter der 0800 116 006 0 wenden. Handelt es sich um eine akute Gefahrensituation, sollten Betroffene die Polizei einschalten.

Bei der Hotline können Betroffene zunächst einmal vom Erlebten berichten und die Mitarbeitenden des WEISSEN RINGS beraten zu möglichen weiteren Schritten und den grundsätzlichen Unterstützungsmöglichkeiten des WEISSEN RINGS. Gemeinsam mit der betroffenen Person werden passende Hilfe- und Unterstützungsangebote beleuchtet und auf Wunsch der Betroffenen ein persönlicher Kontakt mit dem WEISSEN RING vor Ort in Wohnortsnähe vermittelt. Mit den ehrenamtlichen Mitarbeitenden vor Ort in der jeweiligen Außenstelle können dann konkret individuelle Unterstützungsmöglichkeiten besprochen und umgesetzt werden. Zudem kann der WEISSE RING auch an geeignete externe Beratungsstellen und Netzwerkpartner verweisen.

Kann ich auch schriftlich Kontakt aufnehmen?

Wer im Erstkontakt lieber schreiben als telefonieren möchte, hat auch die Möglichkeit, sich per E-Mail an DGB@weisser-ring.de an den WEISSEN RING zu wenden. Auf diesem Weg können Betroffene zunächst schriftlich vom Erlebten berichten und die Mitarbeitenden des WEISSEN RINGS können ebenfalls schriftlich über die grundsätzlichen Unterstützungsmöglichkeiten informieren.

Wenn konkrete Hilfen gewünscht sind, ist in der Regel ein anschließender telefonischer Kontakt oder ein persönlicher Kontakt zu einer Außenstelle des WEISSEN RINGS vor Ort notwendig, was aber im Einzelfall mit den Betroffenen besprochen wird.

Erfahren Arbeitgeber/Dienstherren von einer Meldung?

Nein. Wer sich über die DGB-Hotline oder per E-Mail an den WEISSEN RING wendet, kann dies völlig anonym und ohne Kenntnis des Arbeitgebers oder Dienstherrn tun. Der WEISSE RING gibt im Rahmen der Kooperation ausschließlich aggregierte und anonymisierte Statistiken an den DGB zurück, z. B. darüber, wie viele Personen sich insgesamt über die Hotline gemeldet haben und um welche Delikte es sich dabei gehandelt hat. In keinem Fall werden hierbei Namen oder Dienststellen genannt.

Erfolgt die Unterstützung durch den WEISSEN RING anonym?

Die Kontaktaufnahme mit der DGB-Hotline des WEISSEN RINGS kann grundsätzlich anonym erfolgen. Wer zunächst einmal nur vom Erlebten berichten und erfahren möchte, welche Unterstützungsmöglichkeiten der WEISSE RING grundsätzlich anbietet, muss keine persönlichen Angaben machen.

Wenn individuelle Beratung oder weitergehende Hilfen gewünscht werden, benötigt der WEISSE RING ggf. einige Informationen, um bestmöglich unterstützen zu können. Diese unterliegen selbstverständlich dem Datenschutz und werden streng vertraulich behandelt. Eine Weitergabe an den DGB oder Arbeitgeber/Dienstherren erfolgt nicht.

Wenn eine persönliche Betreuung vor Ort in Wohnortnähe der Betroffenen gewünscht wird, findet diese durch ehrenamtliche Mitarbeitende der zuständigen Außenstelle des WEISSEN RINGS statt. Um den Kontakt zu einer Außenstelle herzustellen, benötigen die Mitarbeitenden der DGB-Hotline dazu in der Regel den Namen, die Postleitzahl des Wohnortes und eine Kontaktmöglichkeit der Betroffenen.

Bei der Ausgabe materieller Hilfen, z. B. eines Hilfeschecks für eine anwaltliche oder psychotraumatologische Erstberatung, ist der WEISSE RING angesichts gemeinnützigkeitsrechtlicher und vereinsinterner Vorgaben daran gebunden, weitere Informationen abzufragen, z. B. die Adresse und Angaben zum Vorfall.

Weitere Angebote und Informationen

Neben der Hotline bieten wir im Rahmen der Kooperation bald Seminare und Workshops rund um Themen der Opferhilfe und Prävention an.

Ziele der Kooperation

Ziel der Zusammenarbeit ist, ein Klima zu schaffen, in dem betroffene Beschäftigte zum Reden ermutigt werden, auf einen offenen und empathischen Umgang ihrer Vorgesetzten treffen und ein niedrigschwelliges Beratungs- und Unterstützungsangebot bekommen.

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